Hauptfest am 14.03.2021

Das Hauptfest der Marianischen Männerkongregation bildet einen Höhenpunkt im kirchlichen Leben der Pfarrei. Letztes Jahr entfiel es coronabedingt ganz und heuer konnte man nur mit Einschränkungen feiern.

Bereits um 1805 wurde in Pfreimd die Marianische Männerkongregation gegründet. Sie hat so manche schwere Zeit überstanden. 1980 wurde sie sogar als eigenständige Kongregation anerkannt und steht so in einer Reihe mit Altötting, Regensburg, Amberg und Cham. Auch zum diesjährigen Hauptfest versammelten sich viele Männer in der Pfarrkirche, um ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens zu setzen. Präses Stadtpfarrer Georg Parampilthadathil und der Hauptzelebrant, Pater Lukas Temme vom Passionistenkloster Schwarzenfeld, widmeten sich in ihren Betrachtungen der Gottesmutter.

Am Laetare-Sonntag, an welchem sich die Sodalen traditionell treffen, wird die Stille der Fastenzeit durch die Vorfreude auf Ostern unterbrochen. Dazu passend fragte der wortgewandte Prediger: „Warum war Maria als einzige Frau beim Pfingstereignis mit dabei?“ Schon bei der Verkündigung durch den Engel habe die Gottesmutter ihr „Ja“ gegeben und gewissermaßen einen Blankoscheck ausgestellt, den sie ihr Leben lang einzulösen versuchte: von den Freuden der Hochzeit zu Kanaan über das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu bis hin in den Pfingstsaal und darüber hinaus.

In dieser Treue zu Christus sei Maria ein Vorbild für alle Glaubenden und vor allem die Sodalen der MMC Pfreimd, denn „Begeisterung alleine reicht in schweren Zeiten oft nicht. Hier ist Treue gefragt.“ Der einzige von Maria überlieferte Satz: „Was er euch sagt, das tut“ reiche auch in den aktuell nicht einfachen Zeiten aus, da diese einfache Worte das Leben „auf Kurs halten können.“

Bei der Nachmittagsandacht war das Gotteshaus unter der Einhaltung von strengen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen bis auf den letzten zur Verfügung gestellten Platz gefüllt. Sodalen aus Saltendorf, Neunaigen und Rottendorf legten mit den Sodalen aus Pfreimd ein beeindruckendes Zeugnis der Marienverehrung ab. Zum Gedenken an die acht verstorbenen Mitglieder der MMC Pfreimd entzündete Präfekt Johann Leipold Kerzen am Altar. Neu konnten Alois Kleierl und Pater Georg nach intensiver Suche acht Jungmänner aufnehmen.

Eine Reihe von Sodalen gehören bereits seit Jahrzehnten zur MMC. Ihnen gratulierten die Präfekten und dankten für die langjährige Verbundenheit. Eine persönliche Ehrung war heuer nicht möglich, aber die Vorsitzenden besuchten alle Jubilare bereits im Vorfeld zu Hause und übergaben die Urkunden und Präsente.

Seit 60 Jahren stellen sich Ehrenmitglied Egon Birner und Ludwig Butz unter den Schutz der Gottesmutter. 50 Jahre gehören Anton Baierl, Alfons Braun, Johann Eichinger, Karl Hirmer, Willibald Ries und Max Schönberger zur MMC. Seit 40 Jahren halten Alois Beierlein, Hans Leipold, Josef Maier, Josef Paulus und Franz Tietz der Kongregation die Treue. 25 Jahre Sodalen sind: Hans Bartmann, Dieter Bruckner, Jakob Kainz, Otmar Neubauer, Josef Schatz und Norbert Wagner.

Die traditionelle eucharistische Prozession durch die Straßen der Landgrafenstadt musste ebenso wie der Opfergang entfallen und so fand die würdige Feier mit dem feierlichen Segen und dem „Te Deum“ ihren Abschluss.

 

Wortgewaltig predigte Pater Lukas Temme aus Schwarzenfeld über „Maria, Mutter der Kirche“.

Zum Gedenken an die acht verstorbenen Mitglieder der MMC Pfreimd entzündeten Präfekt Johann Leipold mit Präses Georg Parampilthadathil Kerzen am Altar.

Die Präfekten (hinten, von links nach rechts) Johann Leipold, Alois Kleierl und Anton Richthammer führen zusammen mit Präses P. Georg Parampilthadathil (links) die MMC Pfreimd. P. Lukas Temme (rechts) predigte beim Hauptfest der Kongregation.

Teilnahme an der 68. Männer– und Familienwallfahrt auf den Fahrenberg

Letzten Sonntag begrüßte der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz zu Beginn des Festgottesdienstes am Freialtar alle Wallfahrer und Gläubigen mit Familien, besonders aber Weihbischof Reinhard Pappenberger. In seiner Predigt erinnerte der Weihbischof an den Festtag Mariä Geburt am 8. September. Es wäre doch viel verloren, so sagte er, wenn der Geburtstag Mariens nicht gefeiert werde. Als Mutter wisse Maria immer was fehlt. Bei Tränen, Not oder auch bei Abschied. Besonders das Menschsein hänge sehr stark an der Mutter. Wir dürfen zuversichtlich sein, dass Gott da ist, und Sorge trägt für alle Menschenskinder, egal welchen Alters. „Ihr könnt euch darauf verlassen, ich bin immer da“, habe Jesus Christus gesagt. Pappenberger ergänzte, dass durch diese Aussage der Mensch im Auge seines Schöpfers viel wert sein müsse.

Unter den zahlreichen Fusswallfahrern, bei herrlichem Wetter, war traditionell auch eine kleine Pilgergruppe von der Marianischen Männerkongregation Pfreimd, in sicheren Abstand, vertreten.