Kategorie-Archiv: Ausflug

MMC Pfreimd besichtigt das Pumpspeicherkraftwerk Reisach

Eine große Schar von ca. 40 interessierten Männern und Frauen folgte am vergangenen Freitag der Einladung der MMC Pfreimd zur Besichtigung des Pumpspeicherkraftwerks in Reisach bei Trausnitz. Frau Braun, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der GDF SUEZ Kraftwerksgruppe Pfreimd begrüßte die Angereisten sehr herzlich und erläuterte anschaulich die Funktion des Kraftwerkes Reisach, zu dem auch der Hochspeicher Rabenleite, der Kainzmühlspeicher und -sperre, das Speicherkraftwerk Tanzmühle und das Laufwasserkraftwerk Trausnitz mit dem Stausee gehört.

Eine Besonderheit des Kraftwerkes in Reisach, das eine Leistung von 110 MW hat ist, dass hier das Umspannwerk auf dem Dach des Kraftwerkes platziert ist, was aus Platzgründen aufgrund der Enge zwischen Stausee und dem Berg Rabenleite nicht anders möglich war. Bei der Führung durch das Kraftwerk wurden die drei gewaltigen Turbinen und Pumpen, sowie die Schaltzentrale des Kraftwerkes, von der die gesamte GDF SUEZ Kraftwerksgruppe Pfreimd gesteuert wird, besichtigt. Frau Braun erklärte, dass die Hauptaufgabe darin besteht, kurzfristige Bedarfsspitzen im Stromnetz auszugleichen, bzw. auch bei einem Überangebot an Strom, diesen dem Netz kurzfristig zu entziehen, um Schäden abzuwenden.

Das Pumpspeicherkraftwerk, dass seit 1955 Strom liefert, ist ein sogenannter Schnellstarter. Es kann in Spitzenlastzeiten und bei plötzlichen Lastschwankungen in wenigen Sekunden mit voller Leistung am Netz sein. Gerade bei einem hohen Anteil an stark witterungsabhängigen Erzeugungsarten, wie zum Beispiel der Windenergie ist ein schneller Lastausgleich wie hier durch das Pumpspeicherkraftwerk zwingend notwendig. Vor allem nachts werden nicht ausgelastete Stromkapazitäten im Netz genutzt, um das Wasser über die Speicherpumpen in ein höher gelegenes Becken auf dem Hochspeicher Rabenleite, Fassungsvermögen 1,5 Mill. m³ zu heben. So wird sichergestellt, dass bei erhöhtem Strombedarf im Netz genügend Wasser zur Energieerzeugung zur Verfügung steht.

Präfekt Alois Kleierl bedankte sich zum Ende des Vortrages im Namen der MMC Pfreimd recht herzlich bei Frau Braun und überreichte ein kleines Präsent. Eine anschließende Einkehr im Gasthaus Heuberger in Atzenhof bei Trausnitz rundete den Abend ab.

Teilnahme an der 63. Männerwallfahrt von Waldthurn auf den Fahrenberg

Den Wallfahrergottesdienst zelebrierte der für die Männerseelsorge im Bistum Regensburg zuständige Domkapitular Prälat Peter Hubbauer mit dem Waldthurner Pfarrer Marek Baron sowie den Diakonen Janusz Szubartowicz aus Waldthurn und Walter Bachhuber aus Regensburg. Prälat Hubbauer erklärte, dass er sein Amt aus Altersgründen in Zukunft in jüngere Hände legen werde und stellte seinen Nachfolger, Domvikar Harald Scharf vor. Er bedankte sich bei den über 200 Gläubigen, dass sie sich trotz des kalten Wetters hierher gewagt hatten.

Wallfahrt Waldthurn

Einen sehenswerten Tagesausflug erlebt

Sehenswürdigkeiten in der Neumarkter Altstadt wie u.a. die gotische Johanneskirche, Residenzplatz mit Pfalzgrafenschloß und Hofkirche wurden den 46 Teilnehmern zu Beginn des Ausflugs/Wallfahrt der Marianischen Männerkongregation Pfreimd bei einer Führung erläutert. Nach der fast völligen Zerstörung im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt (ca. 41000 Einwohner) schnell wieder aufgebaut, und ist heute auch Dank der starken Wirtschaft in Neumarkt schön wie nie zuvor.

Gestärkt vom Mittagessen im Gansbraü, eine von drei Privatbrauereien Neumarkts ging es anschließend bei Velburg auf kurzen Waldsteig hinauf zur König-Otto Tropf-steinhöhle, eine der beeindruckendsten Schauhöhlen der Frankenalb.

Am 30.9.1895 – am Namenstag von Bayernkönig Otto, wurde die Höhle entdeckt, deshalb auch als König-Otto Höhle ernannt. Sehr Sehenswert sind die imposanten „Stalagnaten“ – mit Stalagmiten zusammengewachsene Stalagtiten, sowie unterschiedliche Wasserstandslilien, die davon zeugen, dass die Höhle zu früheren Zeiten zumindest teilweise unter Wasser stand.

Zum Abschluß des Ausflugs führte die Fahrt auf den Habsberg, zur Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“, eine der schönsten Rokokokirchen der westlichen Oberpfalz. Dekan Spöttle erläuterte bei der Kirchenführung, u.a. dass die Entstehung des Gotteshauses einen an Gicht erkrankten Amtspfleger zu verdanken ist.

Dieser hatte im Jahre 1680 zur Heilung seines Leidens eine Kapelle zur Ehre Mariens gestiftet. Aufgrund des großen Pilgerzustroms erfolgte von 1760 – 1769 der Bau der großen Wallfahrtskirche am Habsberg.

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst, zelebriert von MMC Präses Pater Xavier Parambi, und einer gemütlichen Einkehr bei Kaffee/kuchen in der Wallfahrtsgast-stätte Habsberg endete ein schöner Tagesausflug.